Umsetzung der Brandenburgischen Hundehalterverordnung (HundehV) in Finsterwalde

Gefährliche Hunde nach § 8 Abs. 2 HundehV dürfen im gesamten Bundesland nicht gehalten werden

Aufgrund eines Bissvorfalls und der daraus folgenden Anzeige sind in den vergangenen Wochen und Monaten mehrere Hundehalter beim Ordnungsamt der Stadt Finsterwalde gemeldet worden, deren Hunde gem. § 8 HundehV als gefährlich gelten. Fünf Rassen sind im gesamten Bundesland Brandenburg generell verboten. Für mehr als zehn weitere Rassen muss entweder die Erlaubnis der zuständigen Ordnungsbehörde oder ein sogenanntes Negativgutachten vorliegen, das bestätigt, dass von diesem Hund keine gesteigerte Aggressivität oder Gefährlichkeit ausgeht. Das Ordnungsamt der Stadt Finsterwalde ist verpflichtet, die brandenburgische Hundehalterverordnung umzusetzen und die Halter verbotener Hunderassen dazu aufzufordern, den Hund abzugeben.

Dies ist durch die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getan worden, wobei Fristen mehrerer Wochen gewährt und Anhörungsgespräche geführt worden sind. Hundehalter, die ein Rassegutachten vorlegen können, das durch einen anerkannten Gutachter erstellt worden ist, können damit nachweisen, dass ihr Hund zu keiner der verbotenen Rassen gehört. Es gibt derzeit zwei Gutachter, deren Rassegutachten durch Nachweis ihrer Qualifikation bei der Stadt Finsterwalde anerkannt werden.

Die Gefahr für die Gesundheit und das Eigentum Dritter hat generell Vorrang gegenüber dem Bedürfnis eines Einzelnen zur Haltung eines gefährlichen Hundes. Die Stadt Finsterwalde ist als zuständige Ordnungsbehörde zur Umsetzung der Hundehalterverordnung verpflichtet. Kommt sie dieser Pflicht nicht nach, ist sie im Sinne der Amtshaftung bei Vorfällen mit den entsprechenden Hunden mitverantwortlich.

 

 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Paula Hromada
Außenstelle Langer Damm 22
03238 Finsterwalde
Telefon 03531 / 783 310
E-Mail: pressestelle@finsterwalde.de