Ihre Meinung ist gefragt: Gestaltung des Kreisverkehrs in der Bahnhofstraße – Variantenvorstellung der Oberflächen

Kunstobjekt in der Mitte vereint die Themen Sängerstadt und (Normal-)Uhr

Während die Bauarbeiten an der großen Unterführung zügig voran schreiten, sodass die geplante Fertigstellung vor dem Weihnachtsfest nach jetzigem Stand möglich ist, fragt sich der eine oder andere vielleicht bereits, wie die Innenfläche des neuen Kreisverkehrs aussehen wird.  Aufschluss darüber gaben Aram und Ararat Haydeyan erstmals in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Umwelt und Bauen am 13. August.

„Wir freuen uns sehr, dass der Entwurf aus der Region kommt und die für uns wichtigen Themen Sängerlied, Sängerstadt und den vielfachen Hinweis auf die ehemalige (Normal-)Uhr aufgreift. Für die Gestaltung in einem Kreisverkehr ist jedoch nicht nur das Erscheinungsbild ausschlaggebend, auch der Einfluss auf den Straßenverkehr unterliegt einem strengen rechtlichen Rahmen, der durch das Büro berücksichtigt werden muss. Um einen reibungslosen Bauablauf gewährleisten zu können und alle  Rahmenbedingungen im Blick zu haben, ist das regionale Künstler, Produktdesign,- und Architekturbüro Haydeyan mit der Aufgabe der Gestaltung beauftragt worden“, erklärt Bürgermeister Jörg Gampe. Der federführende Produktdesigner Aram Haydeyan, der den Entwurf gemeinsam mit seinem Vater, Ararat Haydeyan erarbeitet hat, weist auf die Kombination dreier Aspekte hin: „In der einzigen Sängerstadt Deutschlands möchten wir natürlich vordergründig auf die Kultur eingehen, die mit unterschiedlichen Sängerabbildungen im gesamten Stadtbild sichtbar ist. Andererseits war es uns wichtig, Tradition und Moderne zu kombinieren. Deswegen haben wir auch die Köpfe der Sänger in ihrer Form und Farbigkeit modern interpretiert“. Die vier Figuren bestehen aus je zwei Schichten Sicherheitsglas, das durch eine Folie im Licht farbig erscheint. Von unten wird jede Figur im Dunkeln angestrahlt, sodass die Installation auch abends und nachts gut sichtbar ist. Bei Sonnenschein bilden die bunten Schatten der Figuren eine Sonnenuhr, die als Bezug für die ehemalige (Normal-)Uhr, die sich nahezu am gleichen Standort befand, dienen soll.

Die Abgeordneten im Ausschuss für Wirtschaft, Umwelt und Bauen, denen der Entwurf im Fachausschuss vorgestellt wurde, äußerten sich überwiegend positiv. Der Schriftzug, der für Bahnreisende und aus der Sonnewalder Straße kommend lesbar ist, wirke einladend, lobt etwa Sebastian Loos (CDU). Marlies Homagk (BfF) freute sich über die moderne Darstellung: „Wir haben in Finsterwalde eine vielfältige Gesangskultur, darunter sind auch viele Frauen und Jugendliche. Mir gefällt besonders, dass die farbliche Gestaltung auf diese Vielfalt hinweist.“ Uwe Kupillas (AfD) kritisierte, dass er die Sänger in dieser Darstellung nicht als solche erkennen könne. Darauf entgegnete Alena Seidel (berufene Bürgerin der SPD), dass dies spätestens mit dem Schriftzug „Sängerstadt Finsterwalde“ selbsterklärend sei.

Noch fraglich ist die Gestaltung der Oberfläche, die das Kunstwerk umgibt und wirken lässt. An dieser Stelle sind wir auf Ihre Meinung gespannt und möchten Ihnen die drei Varianten hier kurz vorstellen. Zu beachten ist, dass die Ausführungsplanung bisher noch nicht abgeschlossen ist, sodass die Ausprägung, die Materialität oder die Aufteilung des Umrings noch Änderungen unterliegen könnte.

Variante 1 ist gänzlich in grün gehalten, sodass die vier Figuren von Gras umgeben sein könnten. Variante 2 bietet eine gefestigte Oberfläche, die durch ihre Struktur jedoch auch eine Entwässerung von Regenwasser möglich macht. Der Vorteil: das farbige Erscheinen der Sonnenuhr wäre sehr gut sichtbar. Die dritte Variante ist die Vorzugsvariante der beiden Künstler und bildet eine Kombination der beiden ersten Ideen. Die gefestigte Umgebung der Figuren lässt das farbige Lichtspiel der Sonnenuhr gut erkennbar wirken, während ein grüner Randstreifen der Installation einen natürlichen Rahmen gibt.

Sie haben ebenfalls eine Vorzugsvariante? Dann teilen Sie uns diese gern bis zum 20. September per Mail (pressestelle@finsterwalde.de) oder postalisch an Stadt Finsterwalde, Kennwort Kreisverkehrgestaltung, Schloßstraße 7/8, 03238 Finsterwalde mit.

Grafiken: www.haydeyan.de

 

VARIANTE 1)

 

vollständig begrünte Umgebung der Skulpturen, Blick aus Sonnewalder Straße in Richtung Berliner Straße

vollständig begrünte Umgebung der Skulpturen, Blick aus Sonnewalder Straße in Richtung Berliner Straße

Blick aus der Bahnhofstraße in Richtung Forststraße

 

VARIANTE 2)

gefestigte Oberfläche, die das farbige Schattenspiel und den daraus resultierenden Sonnenuhr-Charakter betont (Blick aus Sonnewalder Straße in Richtung Berliner Straße)

Blick aus der Bahnhofstraße in Richtung Forststraße

 

VARIANTE 3)

"Die goldene Mitte": eine gefestige Oberfläche betont die farbigen Schatten, der begrünte Umgebungskreis gibt einen natürlichen Rahmen (Blick aus Sonnewalder Straße in Richtung Berliner Straße)

Blick aus der Bahnhofstraße in Richtung Forststraße

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Paula Hromada
Außenstelle Langer Damm 22
03238 Finsterwalde
Telefon 03531 / 783 310
E-Mail: pressestelle@finsterwalde.de